Agentur für Anerkennung

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Nach der Arbeit

Die Arbeit ist tot! Wir laden herzlich ein zur Trauerfeier.

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Foto © Kamil Rohde

Nach der Arbeit ist ein Theaterstück über das Verhältnis von Mensch und Arbeit. Was leisten wir für die Arbeit? Oder leistet die Arbeit etwas für uns? Brauchen wir sie noch? Oder sollten wir sie am besten einfach abschaffen?
Als Selbstverwirklichung, Anerkennungsquelle, Sinnstifterin und Broterwerb macht sich die Arbeit in unserem Leben breit und bestimmt, wer sir sind; oder ob wir jemand sind: „Wenn ich von meinem Leben erzähle und alles streiche, was mit Arbeit zu tun hat… bleibt dann überhaupt noch etwas übrig?“

Der Tod der Arbeit ist unser Ausgangsszenario. Wir erzählen persönliche Erfahrungen, befragen politische Utopien und werfen einen gesellschaftlichen Blick auf die Zukunft der Arbeit. Vielleicht gelingt es uns sogar, die Arbeit zu neuem Leben zu erwecken. Aber es müsste eine andere Art von Arbeit sein, eine ganz andere!

Konzept und Text  Agentur für Anerkennung
Ensemble  Anna Dieterich  •  Wera Herzberg  •  Nizam Namidar
Tancredi Volpert
Inszenierung  Reto Kamberger  •  Ausstattung und Dramaturgie  Ute Lindenbeck   Licht Kamil Rohde  •  Musikalische Leitung Henrike Loechte Grafik  Thomas Schöpf    Regieassistenz  Laura Preussing  •  Ausstattungsassistenz  Nadine Weyer Produktionsleitung  Sandra Klöss Ehrliche Arbeit  •  Presse und ÖA  Nora Gores

Theater unterm Dach   •  Danzigerstraße 101   •  10405 Berlin •  www.theateruntermdach-berlin.de
Karten unter 030-90295 3817

NachDerArbeit2Foto © Kamil Rohde

Pressestimmen
Ein Sarg steht auf der Bühne. Die Verstorbene ist: die Arbeit. Was nun? Kniend kondolieren vier Hinterbliebene. Sie heißen Anerkennung, Selbstverwirklichung, Solidarität und Sabotage. Die vier Darsteller verbildlichen darin Haltungen zur Arbeit im Kapitalismus. Die Grundsatzfrage, die alle betrifft, die ihr Geld mit Hand, Schweiß und Grips verdienen müssen, wird in Reto Kambergers Inszenierung gestellt. Nämlich: Wie gehen wir in der globalisierten Welt damit um, dass es um die Jobs zunehmend schlechter bestellt ist?

Von moralinsaurem Zeigefingertheater ist dieses Experiment weit entfernt. Im reduzierten Spiel geht es zuweilen zynisch-fröhlich zu, es wird referiert, theoretisiert und zitiert: Was ist Arbeit eigentlich, was hat sie mit Selbstwertgefühl, Kreativität, Anerkennung oder gar ganz einfach mit Lebensunterhalt zu tun? Der Türke referiert seine Arbeitsbiografie. Da ist die Frau, die sich qualifiziert hat, ihr werden Zettel aufs Gesicht geklebt, sie ist wohl eine Nummer geworden. Sie hat keine Chance im hektischen Bewerbungsmarathon. Die Darsteller zeigen ein genau inszeniertes szenisches Kaleidoskop, Versatzstücke bis hin zu einer „Agentur für Utopie“. Durchaus spannend, diese gute Theaterstunde.    Zitty, das Stadtmagazin

»Nach der Arbeit« ist ein höchst ambitioniertes Projekt; erkundet es doch Wege aus der Matrix des Erwerbsarbeitszwangs. Ein spannendes Grundszenario stellt es bereits voran: Die Erwerbsarbeit, wie wir sie kennen, ist tot und nun müssen neue Sichtweisen auf diesen so fundamentalen Bestandteil unseres Lebens gefunden werden. Die vier Darsteller spielen am »Theater unterm Dach« am aufgebahrten Sarg der Arbeit nicht etwa fixe Personen, sondern hinter der Erwerbsarbeit zu vermutende motivationale Prinzipien wie Anerkennung (Nizam Namidar), Selbstverwirklichung (Anna Dieterich), Solidarität (Wera Herzberg) – und die eher mit Arbeitsüberdruss verbundene Sabotage (Tancredi Volpert).

In auf Interviews mit dem Ensemble basierenden Szenen- Häppchen mit spielfreudigen Akteuren zeigt sich das große Potenzial dieser Darbietung: Da steht ein Kollektiv auf der Bühne, das ein abstraktes Sujet anhand lebensnaher Beispiele mit fruchtbarer Varianz an theatralen Mitteln (vom klassischen Monolog über wilde Debatten zum Bedingungslosen Grundeinkommen bis hin zu eindringlichem Gesang von Arbeiterliedern) durchexerziert und dabei stumm in die Zuschauerreihen hinüber ruft: »Macht euch eure eigenen Gedanken zu dem, was wir hier vorturnen!«  Neues Deutschland

Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten, den Fonds Darstellende Künste, das Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur sowie durch die Heinz-und-Heide-Dürr-Stiftung

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